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Wieviel Wasser Ihre Palme benötigt, hängt natürlich in erster Linie von der Palmenart und ihrem Lebensraum ab. Eine pauschale Antwort ist somit nicht möglich, aber hier ein paar Tipps.
Aus welchem Lebensraum kommt Ihre Palme?
Wieviel Niederschlag fällt am Naturstandort.
In Wüstenregionen fällt nur sehr unregelmäßig Regen. Palmen aus diesen Gegenden überstehen Trockenperioden problemlos.
Palmen aus dem Regenwald hingegen haben das ganze Jahr über feuchte "Füße", dh das Substrat darf nie völlig austrocknen.
Grundsätzlich gilt bei den meisten Palmen, weniger ist mehr.
Ständig nasse Füße mögen Palmen nicht, wobei auch hier gibt es Ausnahmen.
Ist es schön warm, dürfen zb. Washingtonia robusta, filifera, Ravenea rivularis, Phönix roebelenii, Sabal minor, Euterpe oleacea, ua. auch im Wasser stehen.
Phönix roebelenii, Ravenea rivularis, Euterpe oleacea, wächst am Naturstandort in Sümpfen und Flussufern, das ist vielen Palmenfreunden unbekannt, somit lieben diese Arten nasse Füße.
Wichtig ist jedoch das die Temperaturen dementsprechend warm sind, wird es kühler werden auch diese Arten nur leicht feucht gehalten.


Auch diese Frage lässt sich am besten mit Informationen über den Lebensraum der Palme beantworten.
Kleine Palmenarten aus dem Regenwald, kommen mit deutlich weniger Licht klar, als große Arten, die frei in Voller Sonne stehen.
Viele Chamaedorea, Licuala u.a. Arten eignen sich somit auch für einen etwas dunkleren Standort in der Wohnung.
Blaue Palmenarten stehen am Naturstandort in voller Sonne, die Blaue Farbe entsteht durch den wachsartigen Überzug der Blätter, der Cutikula genannt wird.
Je mehr Sonne desto blauer werden diese Palmen.
Diese Arten müssen sehr hell stehen.
Darf meine Palme nach der Winterpause gleich in die Sonne im Freien?
NEIN!!!!!
Der natürliche Sonnenschutz verschwindet im Winterquartier da keine UV Stahlung mehr vorhanden ist.
Alle Pflanzen müssen im Frühjahr erst langsam wieder an die UV Strahlung der Sonne gewöhnt werden. Am einfachsten stellt man sie ca. 14 Tage an einen hellen Platz im Schatten, danach hat sich wieder genügend natürlicher Sonnenschutz aufgebaut.
Berücksichtigen sollte man jedoch, welchen Standort die Palmenart am Naturstandort bevorzugt. Einige Palmen bevorzugen halbschattige Plätze.
ZB. Rhapis excelsa.


Der richtige Standort zum sicheren überwintern ist sehr wichtig für eine Palme.
Auch hier ist es wichtig zu wissen, wo die Palme beheimatet ist.
Fallen die Temperaturen leicht unter Null Grad, kann die Palme bei ca. 5-10C überwintert werden. Ist der Standort kühl, kann es auch etwas dunkler sein, zB. im Keller am Fenster.
Soll die Palme warm überwintert werden muss sie auch hell stehen, da die Blätter sonst unnatürlich lang werden ( vergeilen).
Tropische Arten benötigen auch im Winter stehts eine Mindesttemperatur von ca. 15C bis 20C.
Palmen sind fast auf der gesamten Erde zuhause, aus diesem Grund sind auch die Ansprüche sehr unterschiedlich, deshalb bitte über jede Art informieren.
Welches Substrat für eine Palme das beste ist sollte man aufgrund ihres Naturstandortes ermitteln.
Die meisten Arten mögen keine keine Staunässe, das heißt das Substrat sollte gut durchlässig und luftig sein. Dies erreicht man, indem man verschiedene Zuschlagstoffe wie zB. Lavagranulat, Bimsgestein, Blähtonbruch, Tonbruch, Quarzkies und Perlite mit ins Substrat mischt.
Wir verwenden als Grundsubstrat Kulturerde auf Basis von Torf mit Naturton, einem Salzgehalt von 0,5g/l und einem pH Wert von 5,9.
Dazu mischen wir je nach Bedarf die oben genannten Komponenten.
Für viele Arten nehmen wir 60% Kulturerde und 40% Zuschlagstoffe zu jeweils gleichen Teilen. Für zB. Sabal palmetto, Phönix dactylifera, Dypsis decaryi.
Arten die aus feuchten Regenwald Regionen stammen, mögen es feuchter, darum wird der Anteil an Zuschlagstoffen verringert auf etwa 20%.
Für zB. Archontophönix alexandrae, Ravenea rivularis, Sabal minor.
Bei Palmen aus eher trockenen Lebensräumen wird der Anteil der Zuschlagstoffen auf ca. 60% erhöht um eine optimale Drainage zu gewährleisten.
Für zB. Jubaea chilensis, Butia odorata, Yucca rostrata.
Ein paar Arten benötigen aufgrund ihres Vorkommens einen höheren pH Wert, dies sollte auf jeden Fall beachtet werden. Um den pH Wert zu erhöhen mischen wir körnigen Algenkalk mit ins Substrat.
Für zB. Pseudophönix vinivera, Trachycarpus princeps,



Es gibt über 2500 Palmenarten, darum ist diese Frage nicht ganz einfach zu beantworten.
In der Regel gilt jedoch, reife Samen lassen sich sehr leicht vom Samenstand entfernen oder fallen bereits bei leichter Berührung ab.
Die meisten reifen Samen sind dunkelblau, braun, schwarz, rot, lila, orange oder dunkelgrün.
Bei vielen reifen Samen ist das Fruchtfleisch auch weich und lässt sich auch leicht entfernen, ähnlich wie z.B. bei einer Kirsche.
Wichtig ist vor dem keimen muss das Fruchtfleisch sorgfältig entfernt werden um Schimmelbildung zu verhindern.
Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, die vielen Palmenarten haben sich perfekt an ihren jeweiligen Lebensraum angepasst.
Die Zeitspanne der Keimfähigkeit reicht von wenigen Wochen bis zu einigen Jahren. Es gilt jedoch die Regel, das die Keimrate mit der Zeit stetig abnimmt.
Man sollte somit alle Palmen Samen so schnell wie möglich zum keimen bringen um ein gutes Ergebniss zu erhalten.
Einige Palmenarten haben jedoch von Natur aus eine sehr geringe Keimrate, wie z.B. Jubaeopsis caffra, Parajubaea cocoides.
Viele Palmenarten keimen sehr gleichmäßig und schnell wie z.B. Adonidia merillii, Latania lontaroides.
Brahea Arten hingegen keimen sehr unregelmässig und benötigen einige Wochen bis Jahre.
Licuala Arten z.B. sollten sofort zum keimen gebracht werden, da ihre Keimfähigkeit nur sehr kurz ist.
Bei Fragen helfe ich gerne weiter.




Hierbei muß als ersten beachtet werden ob es sich beim Keimling um eine Palmenart mit Fernkeimung oder angrenzender Keimung handelt.
-Fernkeimung:
Der erste Teil, der aus dem Samen wächst, wird Keimblattstiel genannt. Er sieht aus wie eine Wurzel, ist es aber nicht. Es ist der Keimblattstiel, dieser wächst nach unten in den Boden und schwillt an der Basis an. Aus dieser Schwellung entstehen die erste Keimlingswurzel und der Keimlingsspross. Washingtonia robuste, Chamaerps Humilis und Phoenix Arten, keimen auf diese Weise.
-Angrenzende Keimung:
Es erscheint als erstes eine Art Knospe an der Samenoberfläche. aus dieser wächst dann die Keimwurzel nach unten und der Keimlingsspross nach oben.
Der Keimling kommt nun so tief ins Substrat wie links auf den Bildern durch den Pfeil gekennzeichnet ist.
Dies ist genau der Überganz zwischen Wurzel und Spross.
Das hängt von der Palmenart und dem Standort ab. In der Regel sollten Palmen gleichmäßig feucht, aber nicht nass gehalten werden. Im Sommer gießt man meist 1–2 Mal pro Woche, im Winter seltener. Staunässe muss unbedingt vermiedenwerden.
Es gibt jedoch auch Sumpfpalmen sowie Wüstenpalmen die extreme Bedürfnisse haben.
ZB die Phoenix roebelenii die Zwerg Dattelpalme oder die Ravenea rivularis Weißstammpalme sind Sumpfpalmen und benötien viel Wasser, sie können im Sommer ständig im Wasser stehen.
Das andere Extrem ist die Jubaea chilensis, sie benötigt sehr wenig Wasser und übersteht auch lange Trockenphasen problembos.
Grundsätzlich gilt bei Unsicherheit die Palmen lieber etwas weniger gießen als zuviel.
Beliebte Zimmerpalmen sind die Weihnachtspalme (Adonidia merillii), die Bambuspalme (Chamaedorea seifritzii), die Latan Palmen, es gibt 3 verschieden Arten, die Rote Latanpalme (Latania lontaroides) die Blaue Latanpalme (Latania loddigesii) und die gelbe Latanpalme ( Latania verschaffeltii). Auch die Dreieckpalme (Dypsis decaryi) eignet sich sehr gut für die Pflege in der Wohnung.
Die Chamaedorea Arten haben den Vorteil auch mit sehr wenig Licht zurecht zu kommen, da sie am Naturstandort im Schatten von großen Bäumen und Palmen wachsen.
Sie eignen sich somit für Plätze in der Wohnung mit eher weniger Licht.
Die meisten Palmen mögen helles, indirektes Licht. Direkte Sonne kann die Blätter verbrennen, zu wenig Licht führt zu schwachem Wuchs. Einige Arten (z. B. Kentia-Palme) kommen auch mit Halbschatten zurecht.
Am besten informiert man sich über den Naturstandort der Palme und bekommt somit viele Informationen über den Lichtbedarf einer Palme.
Einige robuste Arten wie die Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) oder die Nadelpalme (Rhapidophyllum hystrix) sind winterhart. Dennoch benötigen sie in kalten Regionen einen Winterschutz aus Vlies, eventuell auch mit Heizung. Am wichtigsten ist bei den meisten Palmenarten im Winter der Schutz vor zuviel Nässe. Oft reicht ein kleines Dach vor zuviel Nässe von oben. Trockene Kälte wird von Palmen viel besser toleriert als Frost in Kombination mit Nässe.
Häufige Ursachen sind zu trockene Luft, Wassermangel, Staunässe oder Nährstoffmangel. Braune Spitzen können auch durch zu viel Dünger entstehen. Die untersten Blätter unterliegen jedoch auch dem natürlichen Alterungsprozess und sterben nach einigen Jahren ab, hängen dann am Stamm herunter und fallen mit der Zeit ab, wem dieser natürliche Prozess zu lange dauert kann trockene Blätter auch von der Palme entfernen.
Da zuviel und zuwenig Wasser zu braunen Blattspitzen an Palmen führen kann, müssen immer die Wurzeln kontrolliert werden. Sind die Palmenwurzeln durch Trockenheit oder zu nasses Substrat geschädigt kann kein Wasser und Nährstoffe mehr in die Palme transportiert werden und die Blattspitzen werden braun.
Tropische Palmen benötigen eine höhere Luftfeuchtigkeit, für sie ist die Luft in unseren Wohnräumen oft zu trocken. Häufiges besprühen kann Abhilfe schaffen.
Nachzuchten aus unserem Klima sind in der Regel wesentlich unempfindlicher als Importe.
Während der Wachstumszeit (Frühling bis Spätsommer) etwa alle 2 Wochen mit speziellem Palmendünger. Im Winter wird nicht gedüngt es sei denn die Palme steht warm und hell z.B. im Wintergarten, da wird weiterhin gedüngt.
Generell gilt bei düngen von Palmen, weniger ist mehr. Lieber öfter mit geringer Konzentration düngen.
Junge Palmen etwa alle 2–3 Jahre, ältere nur bei Bedarf. Am besten im Frühjahr umtopfen. Eine durchlässige Erde (Palmenerde oder Mischung aus Blumenerde, Sand und Tongranulat) verwenden. Wichtig ist sich über die besonderen Ansprüche der jeweiligen Art zu informieren, was die eine Palmenart liebt kann der anderen Palmenart schaden.
Ja, aber Geduld ist gefragt! Die Keimung kann mehrere Wochen bis Monate oder Jahre dauern. Samen benötigen Wärme (ca. 25–30 °C), Feuchtigkeit. Die meisten Arten sind Dunkelkeimer und benötigen kein Licht zum keimen, ein paar Ausnahmen gibt es jedoch, zB. die Yucca rostrata ist ein Lichtkeimen und darf nur auf das Substrat gelegt werden.
Die meisten Palmen sind ungiftig, z. B. Kentia- oder Areca-Palme.
Vorsicht bei der Sagopalme (Cycas revoluta) sie ist hochgiftig für Hunde und Katzen.
Genau genommen ist es ein Palmfarn und keine Palme.
Das Wachstum variiert stark: Zimmerpalmen wachsen eher langsam, während Gartenpalmen wie die Hanfpalme unter idealen Bedingungen 10–30 cm pro Jahr zulegen können. Das Wachstum ist aber auch stark von der jeweiligen Art und deren Ansprüchen abhängig.
Die wichtigsten Informationen findet man am einfachsten wenn man sich über den Naturstandort der jeweiligen Palme informiert.
Wächst eine Palme eher auf felsigem Untergrund benötigt sie eher ein gut durchlässiges mineralisches Substrat. Wächst eine Palme im Regenwald wird ein Substrat mit hohem Humus Anteil benötigt.
Die meisten Palmenarten benötigen ein Substrat mit einem leicht sauren bis neutralen ph Wert. Einige Arten wachsen jedoch auf Kalksteinfelsen, diese benötigen ein Substrat mit einem leicht alkalischen ph Wert. Bei diesen Arten wird etwas Algenkalk mit ins Substrat gemischt.
Da das Klima in Deutschland nicht optimal für die Pflege von Palmen ist, eignen sich jedoch einige Arten zu auspflanzen. Die am häufigsten ausgepflanzte Palme in Deutschland ist die Hanfpalme Trachycarpus fortunei. In milderen Regionen werden auch immer öfter die Palmen Arten Jubaea chilensis, Chamaerops humilis, Butia odorata, Rhapidophyllum hystrix, Yucca rostrata u.a. Bei sehr niedrigen Temperaturen muss jedoch ein Schutz angebracht werden.
Sehr wichtig für das erfolgreiche auspflanzen ist auch der Standort, ideal sind geschützte Stellen in Hausnähe oder an Hecken. Solche Bereiche bieten Schutz vor eisigem Wind im Winter. Es bildet sich oft auch ein positives Mikroklima. Standorte auf großen weiten Flächen sollte man meiden.
Palmen die aus trockenen Regionen stammen sollten nicht in Senken sondern eher an erhöhten Standorten ausgepflantzt werden damit auftretendes Wasser immer abfließt, und sich keine Staunässe bildet.
Müssen Palmensamen vor dem Keimen eingeweicht werden?
→ Ja, fast immer. 12–48 Stunden in lauwarmem Wasser dringt Feuchtigkeit ins innere des Samens und beschleunigt die Keimung. Bei manchen Arten wie z.B. Bismarkia nobilis oder Jubaea chilensis ist es ratsam die Samen 1 Woche einzuweichen.
Welche Temperatur ist ideal zum Keimen von Palmensamen?
→ Meist 25–30 °C warm. Wärme ist entscheidend, unter 20 °C keimen viele Arten gar nicht. Je nach Herkunft ist eine Nachtabsenkung der Temperatur von Vorteil. Ausnahmen bestätigen die Regel, Butia Arten benötigen deutlich über 30°C.
Brauchen Palmensamen Licht zum Keimen?
→ Die meisten keimen im Dunkeln oder unter einer dünnen Erdschicht. Erst nach der Keimung brauchen sie Licht.
Welches Substrat eignet sich am besten?
→ Locker, luftig und feuchtigkeitsstabil: z. B. Kokoshumus oder Perlite.
Wie feucht sollte das Substrat sein?
→ Gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Ideal ist hohe Luftfeuchtigkeit (z.B. in einem Minigewächshaus), aber mit guter Belüftung gegen Schimmel.
Sollte man das Fruchtfleisch vor dem Keimen entfernen?
→ Ja! Reste von Fruchtfleisch können schimmeln oder Keimhemmstoffe enthalten. Immer gründlich schälen und abwaschen.
Wie erkennt man, ob ein Samen keimfähig ist?
→ Dies lässt sich nicht so einfach feststellen Frische Samen sinken oft im Wasser. Es gibt jedoch zahlreiche Ausnahmen.
Wie tief sollen Palmensamen in die Erde gesetzt werden?
→ Meist nur leicht bedecken oder zur Hälfte eindrücken.
Warum keimen meine Palmensamen nicht?
→ Häufige Ursachen:
Zu niedrige Temperatur
Alte Samen
Zu nasses Substrat (Schimmel, Fäulnis), ist eine der häufigsten Ursachen.
Zu kurze Wartezeit, manche Arten benötigen Monate bis Jahre bis zur Keimung.